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Der Geist ist willig, das Fleisch ist schwach oder: Wie uns die Hormone steuern

chocolate ball delightWer beim Essen wieder mal gesündigt oder am Abend auf dem Fernsehsofa zuviel Süßes genascht und dabei ein schlechtes Gewissen hat, kann befreit aufatmen. Obwohl wir letztendlich selber entscheiden, ob wir etwas essen oder nicht, treffen wir diese Entscheidung selten bewusst. Ebenso liegt die Schuld nicht bei uns selbst. Die Wahl über Essen oder Nichtessen treffen meist enge Verbündete: Unsere Hormone.

Unvernünftig
Menschen machen in ihrem Leben vieles, das unvernünftig und rational nicht nachzuvollziehen ist. Warum? Weil sie im Wesentlichen von Emotionen beeinflusst sind und in vielen Dingen nur bedingt mit dem Verstand dagegen steuern können. Wenn Sie zu den Menschen gehören, die manchmal irrational handeln, dann können Sie davon ausgehen, dass Sie dieses Verhalten mit 100% Ihrer Mitmenschen teilen.

Hormonell gesteuert
Warum essen viele Menschen zuviel, obwohl es sich schon lange schlecht anfühlt? Warum essen sich viele Menschen einen satten Bauchspeck an, obwohl sich Gesundheitsexperten einig sind, dass das ungesund ist und zu Folgeerkrankungen führen kann? Es gibt dafür sicherlich mehrere Gründe, eine bedeutende Ursache sind unsere Hormone. Hormone erfüllen in unserem Körper die unterschiedlichsten Aufgaben und sind überlebensnotwendig. Ohne Hormone wären wir nicht in der Lage zu fühlen, ohne Hormone hätte sich die Menschheit nicht einmal vermehrt, weil Sexualhormone dafür sorgen, dass wir uns verlieben und paaren möchten.
Ein anderes Hormon, das Melatonin, sorgt für einen gesunden, ruhigen Schlaf. Ein Mangel an Melatonin zum Beispiel aufgrund eines verschobenen Tag-Nacht-Rhythmus´ (Nachtdienstberuf) reduziert die Regeneration während des Schlafens.

Um uns am Leben zu erhalten, hat uns Mutter Natur zudem mit mehreren unterschiedlichen Hunger- und Sättigungshormonen ausgestattet. Sie sorgen dafür, dass wir nicht nachzudenken brauchen, etwas zu essen. Das passiert sozusagen automatisch: Hunger = essen, Satt = stopp. Nicht bei jedem Menschen funktioniert das Zusammenspiel dieser Hormone exakt gleich. Das ist neben der persönlichen Gewohnheit der Grund dafür, warum manche „über den Hunger“ essen können, während andere nicht immer alles aufessen, was auf dem Teller landet.

Süßes beruhigt
So wie sich ein Säugling durch das Stillen gesättigt, beruhigt und wohl fühlt und so wie Kleinkinder mit dem Schnuller zu schreien aufhören, beruhigen und belohnen sich auch Erwachsene mit Essen. Süßes eignet sich dazu besonders. Dieser Mechanismus ist uns gewissermaßen sowohl in die Wiege gelegt als auch anerzogen worden.

Nicht schuldig
Das Genießen und Naschen obliegt also nicht nur unserer eigenen bewussten Entscheidung, sondern vielmehr dem hormonellen Ausgleich. Sie sollten sich daher nicht schuldig fühlen, wenn Sie wider Ihrer guten Ernährungsvorsätze „schwach“ werden.
Gönnen Sie Ihrer Seele Ruhe und Entspannung – hin und wieder eben auch mit Schokolade & Co.