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E-Nummern: schädlich oder notwendig?

shutterstock_72680119E-Nummern sind eher ein Schreckgespenst alsein guter Freund. Sind E-Nummern überhaupt notwendig? Oder sogar schädlich? Tatsache ist, dass eine Lebensmittelproduktion aufgrund der hohen Ansprüche der Konsumenten nicht mehr ohne E-Nummern kann. Schließlich sorgen sie dafür, dass Lebensmittel farblich attraktiv erscheinen, Öl nicht auf Wasser schwimmt oder die Haltbarkeit verlängert wird.

Was bewirken E-Nummern oder Zusatzstoffe?
– Haltbarkeit verbessern (Konservierungsmittel)
– Aussehen verändern (Farbstoffe)
– Geruch und Geschmack beeinflussen (Aromastoffe)
– Nährwert verändern (Süßstoffe)
– Bei der Verarbeitung helfen (Emulgatoren)
– Konsistenz verbessern (Verdickungsmittel)

Gesetz
Lebensmittelhersteller müssen entweder den vollen Namen des Zusatzstoffes oder die entsprechende E-Nummer auf der Verpackung anführen (z.B. Natriumglutamat oder E621). E-Nummern gelten seit 1993 verpflichtend in Österreich.Die Bezeichnung „gefärbt“ genügt seitdem nicht mehr, sondern es muss der genaue Farbstoff angegeben werden.

Was ist zulässig?
Es gilt das Verbotsprinzip! Was nicht ausdrücklich erlaubt ist, ist verboten! Es muss der Nachweis der gesundheitlichen Unbedenklichkeit und der Nachweis der technologischen Notwendigkeit vorliegen.

Natur oder künstlich?
Beides kann verwendet werden.
Natürlich: E 440a (Pektin, z.B. im Apfel enthalten) als Verdickungsmittel
Künstlich: E 951 (Aspartam) als Süßstoff

Vitamin C lässt sich natürlich aus Lebensmitteln gewinnen oder künstlich in Form von Ascorbinsäure herstellen. Die chemische Form ist völlig identisch, auch die positive Wirkung für den Körper ist bei beiden Varianten gegeben.

Gibt es Ausnahmen?
Wie fast überall, gibt es auch hier Ausnahmen, die nicht deklariert werden müssen:
– Roter Farbstoff in Campari (aus Chochenille-Läuse gewonnen)
– Schwefel in Weißwein

Wann wird´s unangenehm?
Glutamat: Glutamat als Geschmacksverstärker kann ein leicht pelziges Gefühl auf der Zunge sowie leichte Rötungen im Gesichts- und Hals-Nacken-Bereich auslösen.
Nitrite und Nitrate (Pökelsalz): Nitrat als Rötemittel in Fleisch kann zu Nitrit und dieses wieder in Nitrosamine umgewandelt werden. Nitrosamine wirken krebserregend. (Auch beim Grillen und Braten unter starker Hitze entstehen Nitrosamine)
Phosphate: Phosphate als Konservierungsstoff verringern die Einlagerung von Kalzium in die Knochen.
Sorbit: Sorbit als Zuckeraustauschstoff löst häufig Durchfälle aus. Bei einer Fruchtzuckerunverträglichkeit wird Sorbit ebenfalls nicht vertragen.