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Haben Sie gewusst, dass Bockbier ein Fastenbier ist?

Im Zuge der Gegenreformation rief der bayerische Kurfürst Maximilian I. Paulanermönche in sein Land. Sie gründeten 1627 in der Münchner Vorstadt Au das Kloster Neudegg ob der Au. Der Orden legte seinen Mitgliedern strenge Fastenregeln auf, unter anderem durfte während der Fastenzeit nur flüssige Nahrung konsumiert werden.

Die Mönche kamen aus Italien, und das Fasten fiel ihnen im klimatisch raueren Bayern besonders schwer. Man behalf sich mit dem ainpöckschen Bier (in der Münchner Mundart wurde daraus im Lauf der Zeit die Bezeichnung Bockbier) aus dem Hofbräuhaus, welches nicht unter die Fastenregeln fiel. Dieses starke Bier war sehr kalorienhaltig, zumal es im Gegensatz zu heute noch nicht filtriert wurde, und wirkte damit sättigend und kräftigend.