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Hier wieder 3 Ernährungslügen

iStock_000000335618XSmallVielleicht haben Sie eine der folgenden Behauptungen schon mal irgendwo gehört, gelesen oder selber ausprobiert. Aus unserer Beratungspraxis wissen wir, dass diese Empfehlungen nicht helfen, die Ernährung dauerhaft und gesund umzustellen.


Lüge Nr. 1: Fett macht fett und ist unbedingt zu vermeiden!
Fett spielt eine wichtige Rolle für unsere Gesundheit. Natürlich ist dies kein Freibrief, Fett in unendlichen Mengen zu verdrücken. Aber dem Fett den Kampf anzusagen, ist nicht nur mühsam, sondern auch unsinnig. Wird nämlich zu wenig davon mit der Nahrung aufgenommen, produziert der Körper stattdessen selbst, was er für wichtige Vorgänge wie die Hormonversorgung, Blutgerinnung, Funktion der Körperzellen, etc. benötigt.

Lüge Nr. 2: Machen wir’s den Griechen nach!
Die Mittelmeer- oder Kreta-Diät hört sich sehr interessant an – viel hochwertiges Eiweiß aus Fisch und Meeresfrüchten, gesunde Fette aus Olivenöl, viel Gemüse. Leider ist die Bezeichnung völlig falsch. Heute ist jeder 3. Jugendliche auf Kreta fettleibig. Denn auch Griechenland wurde nicht von der Fastfoodwelle verschont. Mittlerweile fehlen dort ebenso häufig körperliche Anstrengung bei der Arbeit und der Bewegungsausgleich.

Interessantes Faktum:
Die Griechen, die es gewohnt sind, viel Olivenöl zu essen, bauen dieses im Körper nachweislich schneller im Verdauungsprozess ab. Verwenden Sie nicht mehr als 2 – 3 EL Öl pro Tag! Ob Olivenöl oder ein anderes Pflanzenöl, ist übrigens egal.

Lüge Nr. 3: Die Glyx-Diät!
Der glykämische Index ist eine Nahrungsmitteltabelle, die für Diabetiker entwickelt wurde. Sie ordnet die Nahrungsmittel danach, wie stark sie innerhalb von 2 Stunden nach ihrer Aufnahme den Blutzucker steigern. Je niedriger der Wert, desto langsamer geht der Zucker ins Blut, das Sattheitsgefühl steigt an und die Insulinproduktion wird weniger strapaziert. Soweit stimmt die Behauptung.
Die Schwachstellen in der Glyx-Theorie: Erstens besagt sie, dass es auf die Höhe der Fett- und Energiezufuhr nicht ankommt – was schlichtweg falsch ist, und zweitens berücksichtigt die Tabelle weder die Zubereitung, den Reifegrad noch die Kombination der Speisen.

Beispiel:
Ein Weißbrot mit Käse oder Aufstrich hat gegenüber einem bloßen Weißbrot einen niedrigeren glykämischen Index (geht also langsamer ins Blut).