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Rohkost – ein kritischer Blick

Rohkost – ein kritischer Blick Kalorienarm, reich an Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen – das sind die Zutaten von Obst und Gemüse. Hauptsächlich im Rohzustand enthält Rohkost noch alle Vitamine und Mineralstoffe und wird als gesunder Beitrag der Ernährung hoch gelobt. Wir wagen diesmal einen kritischen Blick auf rohes Gemüse & Co.

Noch alles drin
Es klingt gut, wenn man liest, dass in Rohkost noch alle Vitamine und Mineralstoffe enthalten sind. Daher baut der Gesundheitsbewusste ungekochtes Obst und Gemüse regelmäßig in den Speiseplan ein. Eine Karotte knabbern hier, eine Schüssel Salat zum Mittagessen da. Damit nimmt man einerseits wertvolle Inhaltsstoffe zu sich und fördert andererseits die Kaumuskulatur, weil man kraftvoll zubeißen muss.

Zuviel des Guten
Jeder Mensch ist einzigartig und verträgt daher auch Lebensmittel unterschiedlich gut oder schlecht. Auch Rohkost ist nicht für jeden geeignet. Vor allem dann nicht, wenn man mit den Portionen übertreibt. Vielleicht haben Sie ein Rumoren im Bauch selbst schon einmal bemerkt, wenn sie vor allem in den Sommermonaten eine große Menge rohes Obst und Gemüse gegessen haben. Aufgrund der enthaltenen schwer verdaulichen Ballaststoffe leiden viele Menschen bei größeren Mengen Rohkost unter Blähungen und Verdauungsstörungen. Hören Sie auf Ihren Körper und essen Sie soviel ungekochtes Obst und Gemüse, wie Sie vertragen.

Gekochtes Obst und Gemüse wertlos?
Die weit verbreitete Meinung, dass gekochtes Obst und Gemüse kaum noch Vitamine und Mineralstoffe enthält, stimmt nicht. Durch schonendes Garen geht nur ein kleiner Teil der wertvollen Inhaltsstoffe verloren. Schonende Zubereitung heißt: in wenig Wasser garen und dabei das Gemüse nicht matschig kochen, sondern bissfest bis weich, über Dampf oder im Kelomat garen oder im Dampfgarer. Es gibt sogar Lebensmittel, die gerade in gekochtem Zustand gesünder sind als in roher Form. Beispiele hiefür sind: Bohnen, Kartoffeln oder Reis. Auch in Kohlgemüse werden wertvolle Inhaltsstoffe erst durch (kurzes) Kochen aktiviert.

Rohkost nach dem Sport
Dass ein Rohkostteller nach dem Training eine gesunde Mahlzeit sei, ist ein weit verbreiteter Irrglaube. Die beim Sport verbrauchte Energie kann eine ausgewogene Mahlzeit mit Kohlenhydraten und Fett viel besser wieder herstellen als ein Gemüseteller oder Salat. Um die Muskulatur gut zu regenerieren, sollte die Mahlzeit nach dem Sport auch Eiweiß (Fleisch, Fisch, Milchprodukte, Eier, usw.) enthalten.

Rohkost ist unbestritten gesund. Zu einer ausgewogenen Ernährung gehört aber mehr dazu.