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Mineralwasser ist nicht gleich Mineralwasser

shutterstock_146471507Zu einer bewussten Ernährung zählt auch das richtige Trinkverhalten! Bei der Auswahl des Mineralwassers sollten nicht nur der Preis und der Kohlensäuregehalt Kriterien sein; Auch der Gehalt an gelösten Inhaltsstoffen (Mineralien) kann einen wichtigen Beitrag zur Ernährung bilden. Die Qualität oder auch der Geschmack (und der kann sehr unterschiedlich sein!) eines Mineralwassers hängt nicht nur von der Menge der Kohlensäure, sondern vor allem auch von den im Wasser gelösten Mineralstoffen ab.


In Österreich muss ein Mineralwasser insgesamt mindestens 1 g Mineralstoffe pro Liter enthalten und aus unterirdischen Quellen stammen. Sodawasser hingegen ist normales Leitungswasser, das mit Kohlensäure angereichert wird. Leitungswasser oder Quellwasser weisen einen natürlichen Mineralstoffgehalt auf, der von der Beschaffenheit des Bodens abhängt und meist niedriger ist.
Wir sollten nicht vergessen, dass Österreich die beste Trinkwasserqualität der Welt hat und wir dazu nur den Wasserhahn aufdrehen müssen.

Inhaltsstoffe in Mineralwässern
Hydrogencarbonat (HCO3-): Kommt vor allem in kalkreichen Böden vor und wird im Magen zu Kohlensäure umgewandelt. Es mildert die Magensäure und reguliert den Säure-Basen-Haushalt.

Sulfat (SO42-): Schmeckt etwas bitter, daher werden sulfatreiche Wässer gerne mit Kohlensäure versetzt.
Große Mengen Sulfat wirken mild abführend und fördern die Verdauung (Glaubersalz ist ein Natriumsulfat).

Kalzium (Ca2+): Der Körper braucht ca. 1000mg Calcium täglich. Vor allem für Menschen, die keine Milchprodukte vertragen (Laktoseintoleranz) sind kalziumreiche Mineralwässer eine gute Alternative. So kann man mit einer Flasche (1,5 l) bis zu 1/3 des Kalziumbedarfs decken! Kalziumreiche Mineralwässer sind z.B.: Juvina, Astoria, Long Life, Alpquell. Ein Blick aufs Etikett lohnt sich also!

Magnesium (Mg2+): Der Körper braucht ca. 300mg Magnesium täglich und ist für zahlreiche Funktionen im Körper notwendig. Die meisten kalziumreichen Wässer enthalten auch reichlich Magnesium. Mit einer Flasche kann man ebenfalls bis zu 1/3 des Bedarfs decken.
(Rogaska Donat enthält 1030 mg mg/l)

Natrium (Na+): Auf den Natriumgehalt muss man lediglich achten, wenn man sich natriumarm ernähren soll oder das Mineralwasser für die Babyernährung verwenden will!
Natriumarme Mineralwässer werden meist auch gekennzeichnet!

Fluorid (F-), Kalium (K +), Lithium (Li+): Es kommen noch verschiedene andere Mineralstoffe und Spurenelemente in Mineralwässern vor.

Nitrat (NO3-), Nitrit (NO2-): Nitrat und Nitrit sollen in Mineralwässer möglichst nicht vorkommen, da daraus krebserregende Nitrosamine entstehen können. Es gibt max. Höchstwerte, und vor allem in der Säuglingsernährung sollte man vorsichtig sein. Die meisten Mineralwässer bleiben unter dieser Grenze. Man kann sich aber immer beim Abfüller erkundigen.