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Stressfood – Richtige Ernährung gegen Stress

iStock_000008452218MediumStressesser oder Stresshungerer? In Stresssituationen verhält sich jeder Mensch anders. Das wirkt sich auch auf die Nahrungsaufnahme aus. Der eine isst, um sich besser zu fühlen, der andere bekommt keinen Bissen herunter. Ob man bei Stress hungert oder isst, hängt oft auch vom Auslöser selbst ab. „Starke“ Stressreize führen eher zum Nichtessen, während „leichte“ Auslöser zum Mehressen führen.

Der Stresshungerer: Starke Stressreize oder Emotionen hemmen üblicherweise das Essverhalten. Dies kann zu längerer Appetitlosigkeit führen oder dazu, dass das Essen einfach nicht schmecken will. Länger andauerndes Stresshungern führt in der Regel zur Einschränkung der körperlichen und geistigen Leistungsfähigkeit. Völlig normal ist daher auch die Essensverweigerung von Kindern in Stresssituationen. So können Kinder im Schul- oder Prüfungsstress meist nicht frühstücken.

Der Stressesser: Beim Stressesser führen vor allem negative Emotionen zum Essen. Dieser Typ versucht, den Stressreiz durch Essen zu vermindern oder zu bewältigen. Auch Kinder lernen früh, dass Essen oft eine Belohnung für große und kleinere Leistungen ist. Das damit verbundene Risiko: Diese Kinder tragen großes Potenzial in sich, zum Stressesser zu werden.  Stressesser greifen häufig zu schnell verfügbaren Snacks. Bei ansteigender Belastung essen Stressesser immer mehr. Meist sind es fettreiche, zucker- und salzhaltige Lebensmittel. Zudem essen sie schneller, kauen weniger und nehmen größere Bissen zu sich. Auf diese Weise wird Stress leicht zum Dickmacher.

Der Griff zu den richtigen Lebensmitteln ist wichtig: Zeitdruck lässt uns alle miteinander gerne mal zu Fastfood greifen, denn zwischen den Terminen muss das Essen schnell verfügbar sein. An gesunde Snacks wie Obst und Gemüse wird dabei kaum gedacht. Fettes Essen stresst aber. Zusätzlich belastet es den Körper und beeinträchtigt unsere Konzentrationsfähigkeit.  Somit ist fettiges Essen ein Stressförderer. Mit der richtigen Lebensmittelauswahl lässt sich Stress vermindern. Wer optimal mit Nährstoffen versorgt ist, ist gelassener und hat eine höhere Stresstoleranz. Wichtig ist dabei auch, sich genügend Zeit für die Mahlzeiten zu nehmen und nicht nebenbei zu essen.

Die optimale Anti-Stress-Ernährung für Stressanfällige
– Reichlich Getreide und Getreideprodukte wie Hafer, Reis, Müsli, Hirse, Weizen, Roggen
– Obst (besonders Bananen, Datteln, Feigen) und Gemüse (Kartoffeln)
– Fisch mit hohem Omega-3-Anteil (Lachs, Tunfisch, Hering, Makrele, Saibling)
– Pflanzliche Öle wie Raps-, Lein-, Walnuss-, Sojaöl
– Hülsenfrüchte wie Bohnen, Linsen, Kichererbsen, Soja
– Nüsse und Samen, v.a. Walnuss, Paranuss, Pistazien, Kürbiskerne, Sesam
– Ergänzt durch fettarme Milchprodukte, selten Fleisch und Süßigkeiten

Zu viel Koffein: Koffein entzieht dem Körper Magnesium und behindert die Eisenaufnahme. Geringe Kaffeemengen (bis zu zwei Tassen Espresso pro Tag) haben hingegen einen positiven Effekt. Die Stimmung kann sich verbessern, man fühlt sich motivierter und energiereicher. Grünteetrinker nehmen übrigens vorhandenen Stress weniger wahr und berichten viel öfter, dass sie der vorhandene Stress weniger belastet.

Besonders gut geeignete Getränke bei Stress sind
– Wasser und Mineralwasser (besonders magnesiumhaltiges)
– Fruchtsäfte (am besten verdünnt), frisch gepresster Orangensaft, Gemüsesäfte
– Grüner oder weißer Tee, Kräutertees